Public Affairs-Consulting bei elfnullelf

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In letzter Zeit begegnet uns in Kennenlerngesprächen mit Kunden immer wieder die Frage, wie wir Public Affairs-Consulting verstehen. Die Frage ist nicht mit einem Wort oder Satz zu beantworten, deshalb handelt dieser Beitrag von unserem Verständnis guter und zielführender Public Affairs-Beratung. Grundsätzlich sind drei Aspekte von herausragender Bedeutung: Transparenz, Inhalte verstehen und selbständig transportieren sowie Beratung auf Augenhöhe. 

Gerade beim ersten Punkt ist oftmals das Schlagwort größer als die ihm im Beratungsalltag beigemessene Bedeutung. Aber vorweg noch eine Begriffseingrenzung. Die Public Affairs (PA) gilt gemeinhin als die kleine Schwester der Public Relation (PR). Während die klassische Presse- und Öffentlichkeitsarbeit die Absicht verfolgt, in die breite Öffentlichkeit zu kommunizieren, ist der Adressat der Kommunikation in “öffentlichen Angelegenheiten” i.d.R. die politisch-administrative Entscheideröffentlickeit, also ein eher kleiner Kreis von Stakeholdern. Je nach Aufgabenstellung kann der Kreis der Stakeholder aber auch etwas ausgeweitet werden. Ein Unternehmen hat entsprechend seiner Verfasstheit viele Stakeholder: Mitarbeiter, Zulieferer, Aktionäre, Verbände/Kammern wo man selbst Mitglied ist, Medien, Nachbarn, kommunale Ansprechpartner und so weiter. Wir bezeichnen die Aktivierung und das Informieren dieser Menschen als Stakeholder-Engagement.

Transparenz ist nicht alles, aber ohne Transparenz ist alles andere nichts

Für alle diese Stakeholder oder Anspruchsgruppen hat der oben zuerst genannte Punkt einen hohen Stellenwert: Die Transparenz ist in der Public Affairs-Beratung von zentraler Bedeutung und keine Einbahnstraße. Aus Sicht von elfnullelf bedeutet es, dass wir unseren Kunden klar sagen, was machbar ist, was wir können, wo ggf. Hilfe Dritter benötigt wird und was wahrscheinlich oder definitiv gar nicht geht. Umgekehrt erwarten wir von unseren Kunden, dass alle Karten auf den Tisch gelegt werden. Wir müssen genau wissen, mit wem wir es zu tun haben und wo evtl. beim Thema oder beim Unternehmen kritische Punkte identifiziert werden.

Damit erklärt sich auch der o.g. zweite Gesichtspunkt guter Beratung: Inhaltsträger zu sein. Erst wenn wir verstehen, welche Produkte oder Dienstleistung unsere Kunden anbieten und wo die politischen Probleme zu suchen sind, lassen sich Maßnahmen für die politische Kommunikation erarbeiten. Für elfnullelf ist es wichtig, auch in informellen Gesprächen Kundenthemen gleich inhaltlich so ansprechen zu können, dass der Entscheider im Bild ist und idealerweise sogar eine Entscheidungshilfe bekommt. Voraussetzung ist allerdings, dass ganz offen mit uns über das im Mittelpunkt stehende Geschäftsmodell gesprochen wird. Unser Standard-Procedere, um diese Offenheit und Transparenz herzustellen, ist das Einberufen eines mehrstündigen oder sogar halbtägigen Strategie-Workshops.

Gute Beratung ist keine Werkbank, sondern passiert auf Augenhöhe

Diese Vorgehensweise führt für uns bei elfnullelf sofort zum dritten Punkt: die Beratung auf Augenhöhe. Eine gute Beratung ist keine verlängerte Werkbank, sondern führt die Kunden. Ratschläge, die nach vorne schauen und auf das Geschäftsmodell des Kunden mittel- und langfristig einzahlen, machen die Wertigkeit eines guten Public Affairs-Consultings aus. Das darf und muss auch mal Widerspruch zum Kundenwunsch heißen. Es geht dabei nicht ums Besserwissen, sondern ums Bessermachen. Dazu gehört auch die ehrliche Erkenntnis, wenn Public Affairs-Arbeit nicht das richtige Mittel ist. Wir haben dazu u.a. einen Fragebogen entwickelt, den wir schlicht den “Public-Affairs-Berat-o-Mat” nennen. Der Begriff ist bewusst an den Wahl-O-Mat angelehnt, wo unentschiedene Wähler herausfinden sollen, welche Partei ihre Interessen möglicherweise am besten vertritt. Bei uns geht es darum herauszufinden, was der richtige Beratungsansatz ist.