elfnullelf #vernetzt zum Thema Geschäftsmodelle in der Elektromobilität

Fachkolleg*innen aus Politik, Verbänden und Unternehmen in digitalen Eins-zu-Eins-Gesprächen zu einem Thema miteinander zu vernetzen, darum geht es in unserem digitalen Veranstaltungsformat elfnullelf #vernetzt.

Das Format

Zwölf ausgewählte Teilnehmende konnten sich bei einer weiteren Ausgabe von elfnullelf #vernetzt am 30.03.2021 von 18:00 bis 19:20 Uhr in drei Networking-Runden unter der Überschrift „Geschäftsmodelle in der Elektromobilität“ austauschen und neue Kontakte knüpfen. Ein bisschen wie bei einer Präsenzabendveranstaltung, wenn man sich zum Gespräch am Bistrotisch trifft.

Oliver Adrian, Vice President North America von Hubject, der größte digitale B2B-Marktplatz für Dienstleistungen rund um das Laden von Elektrofahrzeugen, gab den Impuls mit Hinweisen darauf, wie sich der Markt und vor allem die unterschiedlichen Geschäftsmodelle – von der Herstellung über Ladeinfrastruktur bis hin zur Vor-Ort-Nutzung – entwickeln und welche Potenziale hier in den kommenden Jahren und Jahrzehnten zu erwarten sind.

Themen und Ergebnisse

Nach dem Impulsvortrag ging es in die Break-Out-Rooms, wo bi- oder trilateral diskutiert wurde. Die Elektromobilität hat nicht nur viele Facetten, es gibt auch eine ungeheure Regulierungsdichte. Diese hat in den letzten rund sechs Jahren stark zugenommen: Grundlegend begann es mit dem Elektromobilitätsgesetz (EmoG) 2015 – Ziel 2020: 1. Mio. Elektroautos; beim Förderthema wird es schon komplexer: Das Gesetz zur steuerlichen Förderung von Elektromobilität im Straßenverkehr – berührt das Kraftfahrzeugsteuer- und das Einkommenssteuergesetz; die jüngste gesetzliche Regelung ist das Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz (GEIG), das seit dem 25.03.2021 in Kraft ist. Aber auch die Wohnungseigentumgsgesetz-Reform spielt eine Rolle in Form des Gesetzes zur Förderung der Elektromobilität und zur Modernisierung des Wohnungseigentumsgesetzes und zur Änderung von kosten- und grundbuchrechtlichen Vorschriften (Wohnungseigentumsmodernisierungsgesetz – WEMoG).

Oliver Adrian ging in seinem Vortrag u.a. auf das stark fragmentierte Ökosystem in der E-Mobilität ein. Das Thema ist längst auch außerhalb der OEMs, also der großen Automobilhersteller, von Bedeutung: IT, Energieversorgung, Ladesäulen-Interoperabilität, Services um Leasing und Wartung etc.  Energiedienstleistungen nehmen naturgemäß eine herausragende Stellung ein. Interessant ist sicherlich, dass ganz neue Player wie z.B. der Lebensmitteleinzelhandel als gewichtige Akteure zunehmend im Markt Präsenz zeigen. Während des Einkaufens wird das Auto geladen. Das lockt zusätzliche Kunden.

In den anschließenden Eins-zu-Eins-Gesprächen wurden weitere Aspekte erörtert. Es ging um den bestehenden Rechtsrahmen, weitere Impulse für die Mobilitätswende und Fördermöglichkeiten für junge, innovative Unternehmen in diesem dynamischen Markt. Die Fragen zum Einstieg und Abschluss der Veranstaltung geben zudem ein recht deutliches Bild wider:

Finden Sie den aktuellen Rechtsrahmen für die Umsetzung der individuellen Elektromobilität unübersichtlich?

Ja

Nein

Enthaltung

Sind Sie der Meinung, dass ausreichend Impulse gesetzt werden, um eine zukunftsfähige Mobilitätswende umzusetzen?

Ja

weiß nicht

Enthaltung

Braucht es mehr staatliche Förderung im Bereich Start-ups und innovative Ideen für die Elektromobilität?

Ja

nein

weiß nicht

Künftige Termine

Für das Format haben wir sehr viel positives Feedback bekommen. Deshalb werden wir elfnullelf #vernetzt künftig regelmäßig zu unseren Themenfeldern mit ausgewählten Teilnehmenden veranstalten.

Sie sind in einem unserer Themenfelder tätig und möchten in unsere Einladungsliste für künftige Termine aufgenommen werden? Dann melden Sie sich hier an: