Weltbevölkerung und Stadtgrün

WGICNagel
Foto: FBB Fachvereinigung Bauwerksbegrünung

Auf den ersten Blick stellt sich die Frage, wie genau hängen die beiden Begriffe zusammen? Heute, am 11.7. ist Tag der Weltbevölkerung. Beim World Green Infrastructure Congress (WGIC 2017) Mitte Juni in Berlin war u.a. die Rede davon, dass 2050 über 80% der Menschen weltweit in Städten leben werden. Da wird die Luft buchstäblich dünner. Alle kennen die Bilder von versmoggten Städten insbesondere in Asien. Einige interessante Erkenntnisse ließen sich gewinnen.

Ziemlich zu Beginn führte Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur (s. Foto), aus, dass die Gebäudebegrünung insgesamt in die baukulturelle Gestaltung Einzug halten müsse. Ihm ist wichtig, die Immobilienwirtschaft einzubeziehen. Die Frage ans Publikum, wer denn Immobilien-Ökonom sei, ging ins Leere – keiner da. Die für das Grün erforderlichen Investitionen müssten – das war auch die Aussage von Juristen – ins Bau- und Planungsrecht verbindlich überführt werden. Leitfäden seien schön und gut, verhelfen aber keinem Dach zu einem grünen Antlitz. Es wurde in diesem Zusammenhang auf das „Weißbuch Stadtgrün“ der Bundesregierung als strategischer Leitfaden ohne Rechtsverbindlichkeit verwiesen. Leitfäden gibt es genug, allein es fehlt die Umsetzungshandhabe.

Eine 1998 (!) angestoßene Bewertung von Dachbegrünungen und ihre Wirkung auf das Stadtklima wurde seither nicht weiter verfolgt. Hier sahen einige Referenten Ansätze, mehr Verbindlichkeit in die immer wichtiger werdende Thematik des Stadtgrüns zu bringen. Die Vorträge der Referenten des WGIC – soweit sie zur Verfügung gestellt wurden – sind online abrufbar.

Geboren 1971 in Braunschweig und aufgewachsen im Landkreis Peine - dort Abitur 1993 (keine zwei "Ehrenrunden", sondern zwischendurch eine Ausbildung bei der Stadt Braunschweig) - zog es mich zum Studium nach Eichstätt und Washington D.C. Nach Beendigung des Studiums der Politikwissenschaften und Geschichte 1998, begann ich meine berufliche Laufbahn als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Deutschen Bundestag. Dort beschäftigte ich mich u.a. mit der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik. Danach folgte eine mehrjährige Station als Projektmanager Internationales und politische Kontakte bei Partner für Berlin, Gesellschaft für Hauptstadt-Marketing mbH (heute Berlin Partner). Nach mehreren kurzen und längeren Stationen in der politischen Beratung kam ich 2008 als Partner zu elfnullelf. Seit August 2013 führe ich die Beratungsgesellschaft für Strategie und politische Kommunikation mbH als alleiniger Geschäftsführender Gesellschafter.