Terror in Paris, Baghdad und Beirut: Wie wir damit umgehen sollten

 

Freitag, der 13. November 2015 geht wahrlich als tragischer Tag in die Geschichtsbücher ein. Schwere Terroranschläge in gleich drei Ländern haben die Welt erschüttert: in Paris wurden geschätzt 150 Menschen getötet, in Beirut und Bagdad jeweils Dutzende. Minütlich werden vor allem immer mehr Details zu den Ereignissen in Paris bekannt, die uns nicht nur traurig, sondern wütend machen. Und immer scheint der IS dahinter zu stecken. Wie sollen wir am besten mit einer Welt voller Unsicherheit, Turbulenzen und Krisen umgehen?

Während vor allem in den sozialen Medien die ersten Hysteriker den Kopf verloren haben und in aller Einfallslosigkeit ohne jegliche Reflexion und Differenzierung mit dem Finger auf „den Islam“, ein offenes Europa oder auf Angela Merkel gezeigt wird, ist die viel wichtigere Frage, welche Konsequenzen sich aus dem nun mehr zweiten terroristischen Akt auf Frankreich und die westlichen Werte innerhalb weniger Monate ergeben und welche Antworten die Politik geben wird.

Es stellt sich auch die Frage, ob wir uns diesen herzlosen Bestien ergeben wollen, indem wir europäische Werte wie Freiheit und auch Freizügigkeit aufgeben und gegen Sicherheit, mehr Generalverdacht und damit vielleicht mehr Sicherheit eintauschen wollen, wie sicherlich wieder zahlreich gefordert wird.

Ähnlich wie nach 9/11 werden wir uns wieder auf verschärfte Sicherheitskontrollen etwa an Flughäfen, anderen öffentlichen Einrichtungen und Plätzen einstellen müssen. Auch die Möglichkeit, Online-Aktivitäten stärker verfolgen zu können, wird wieder ein Thema. Die deutsche, aber auch gesamteuropäische Flüchtlingspolitik werden in den kommenden Wochen und Monaten weiterhin in der Diskussion stehen und möglicherweise die eine oder andere überraschende Entwicklung mit sich bringen.

Der IS hat bereits Anfang des Jahres angekündigt, Anschläge auf Paris, Washington und Rom zu verüben und die gesamte Welt in Angst und Schrecken zu versetzen.

Für uns als Zivilbevölkerung ist es wichtig, uns so wenig wie möglich aus der Ruhe bringen und auseinander reißen zu lassen. Misstrauen  gegenüber Menschen Menschen aus fremden Kulturen, andere Religionen und gegenüber Flüchtlingen; Generalverdacht, dass jeder von uns ein möglicher Terrorist ist und der daraus resultierende Verlust von Freiheit und Lebensfreude: das ist ihr Ziel. Lassen wir uns nicht manipulieren.

 

 

Christian P. Krohne ist Public Affairs-Berater und berichtet hier über aktuelle Entwicklungen rund um die Welt der PR, Lobbying und politischen Kommunikation.

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