Steine statt Rasen vor dem Reichstag

Das gelb markierte Schild deutet auf "geschützte Grünanlage" hin - Foto: Udo Sonnenberg
Das gelb markierte Schild deutet auf “geschützte Grünanlage” hin – Foto: Udo Sonnenberg

Der politischste Platz Deutschlands, der Platz der Republik, verkommt. Grün sollte er sein mit ein paar tiefer gelegten Randhecken. Stattdessen braune Fläche. Gut, dass es dieser Tage nicht regnet ohne Ende, dann wäre dort wohl eine Schlammwüste. Die Frage, die sich aufdrängt: Was denkt sich ein Bezirksamt – das von Mitte-Tiergarten ist zuständig für diesen Platz – wenn es für teuer Geld neuen Rasen ansähen lässt, der in nullkommanichts wieder zertrampelt ist? Trampelpfade von Menschen sind die besten Planungsmaßstäbe für eine optimale Wegeführung. Das ist gewissermaßen planerisches Einmaleins. Doch dieses Basiswissen scheint im Grünflächenamt der Bezirks nicht vorhanden zu sein. Nicht einmal ein Jahr nach der “Grundsanierung” müsste eine viel größere Sanierungsmaßnahme eingeleitet werden. Dann aber bitte gleich mit vernünftig befestigten, sandgeschlämmten Flächen oder Lochplattenbegrünung, damit es dem Nutzungsdruck standhält. Der Platz ist zu wichtig, als dass man ihn verkommen lässt und im aktuellen Zustand keine Visitenkarte – weder für Berlin noch für unser Parlament.

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Foto: Udo Sonnenberg
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Foto: Udo Sonnenberg