Steine statt Rasen vor dem Reichstag

Das gelb markierte Schild deutet auf "geschützte Grünanlage" hin - Foto: Udo Sonnenberg
Das gelb markierte Schild deutet auf „geschützte Grünanlage“ hin – Foto: Udo Sonnenberg

Der politischste Platz Deutschlands, der Platz der Republik, verkommt. Grün sollte er sein mit ein paar tiefer gelegten Randhecken. Stattdessen braune Fläche. Gut, dass es dieser Tage nicht regnet ohne Ende, dann wäre dort wohl eine Schlammwüste. Die Frage, die sich aufdrängt: Was denkt sich ein Bezirksamt – das von Mitte-Tiergarten ist zuständig für diesen Platz – wenn es für teuer Geld neuen Rasen ansähen lässt, der in nullkommanichts wieder zertrampelt ist? Trampelpfade von Menschen sind die besten Planungsmaßstäbe für eine optimale Wegeführung. Das ist gewissermaßen planerisches Einmaleins. Doch dieses Basiswissen scheint im Grünflächenamt der Bezirks nicht vorhanden zu sein. Nicht einmal ein Jahr nach der „Grundsanierung“ müsste eine viel größere Sanierungsmaßnahme eingeleitet werden. Dann aber bitte gleich mit vernünftig befestigten, sandgeschlämmten Flächen oder Lochplattenbegrünung, damit es dem Nutzungsdruck standhält. Der Platz ist zu wichtig, als dass man ihn verkommen lässt und im aktuellen Zustand keine Visitenkarte – weder für Berlin noch für unser Parlament.

PdR2
Foto: Udo Sonnenberg
PdR1
Foto: Udo Sonnenberg
Geboren 1971 in Braunschweig und aufgewachsen im Landkreis Peine - dort Abitur 1993 (keine zwei "Ehrenrunden", sondern zwischendurch eine Ausbildung bei der Stadt Braunschweig) - zog es mich zum Studium nach Eichstätt und Washington D.C. Nach Beendigung des Studiums der Politikwissenschaften und Geschichte 1998, begann ich meine berufliche Laufbahn als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Deutschen Bundestag. Dort beschäftigte ich mich u.a. mit der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik. Danach folgte eine mehrjährige Station als Projektmanager Internationales und politische Kontakte bei Partner für Berlin, Gesellschaft für Hauptstadt-Marketing mbH (heute Berlin Partner). Nach mehreren kurzen und längeren Stationen in der politischen Beratung kam ich 2008 als Partner zu elfnullelf. Seit August 2013 führe ich die Beratungsgesellschaft für Strategie und politische Kommunikation mbH als alleiniger Geschäftsführender Gesellschafter.