Schützen Steuern vor Fettleibigkeit?

Foto:Bob B. Brown / License: CC by 2.0
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Brauchen wir eine Softdrinksteuer? Nein, sagt Bundesernährungsminister Schmidt und erteilt derartigen Plänen eine klare Absage. 

Die britische Regierung hatte zuvor angekündigt, eine solche Steuer einzuführen, um dem Übergewicht in der britischen Bevölkerung den Kampf anzusagen. Die Einnahmen aus der Softdrinksteuer sollen in die Förderung des Grundschulsports fließen.

Bundesernährungsminister Schmidt sagt, die Einführung einer solchen Steuer sei in Deutschland nicht notwendig. Schließich wolle man „die Menschen von einem gesunden Lebensstil überzeugen und nicht durch «Strafabgaben» oder gesetzliche Verbote zu einem anderen Verhalten zwingen.“

Auch, wenn vieles nur Umsetzung aus EU-Richtlinien ist – ein Schelm, wer gerade an Tabak und Alkohol denkt, während er die vom BMEL ausgegebene Maxime von „überzeugen statt verbieten“ liest.

Prinzipiell will die Bundesregierung in diesem Jahr ein Konzept zur Reduzierung von Zucker und Fetten in Nahrungsmitteln vorlegen. Wir werden sehen, ob in ein paar Monaten nicht doch von einer Softdrinksteuer in Deutschland die Rede ist…

Christian P. Krohne ist Public Affairs-Berater und berichtet hier über aktuelle Entwicklungen rund um die Welt der PR, Lobbying und politischen Kommunikation. Sie wollen mit ihm ins Gespräch kommen? Folgen Sie ihm auf Twitter oder vernetzen Sie sich mit ihm auf LinkedIn.