Risikofreudig

v.l.n.r.: Robert M. Kimmit, Claus Kleber und Philip D. Murphy

Es war schon eine interessante Diskussion zwischen dem amtierenden Botschafter der USA in Deutschland, Philip D. Murphy und dem Botschafter a.D. Robert M. Kimmit (unter Bush Senior von 91-93 Botschafter in Deutschland) im Atrium der Deutschen Bank in Berlin. Der Vorgeschmack auf die heute stattfindende 57. Wahl des US-Präsidenten konnte deutlicher nicht sein. Im „Kleinen“ stellten die beiden Diskutanten – von Claus Kleber hin und wieder auf Abstand gehalten – die Positionen der „Großen“ dar. Man darf auf das Ergebnis am heutigen „Election Tuesday“ gespannt sein. Kimmit wäre aber nicht Kimmit, wenn er nicht nochmals auf die Besonderheit zwischen Europäern und Amerikanern hingewiesen hätte: Alle anwesenden Europäer seien keine Nachkommen von ausgewanderten, risikofreudigen Leuten, die den Kontinent verlassen hätten. Das sind eben nur die Amerikaner. Deshalb, so Kimmits These, sei die Bereitschaft etwas einzugehen in Amerika auch entsprechend größer. Hoffentlich gehen die Amerikaner heute kein allzu großes Risiko ein!