Mit BIM erzeugte Daten müssen ordentlich honoriert werden

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Foto: Anita Hart | Lizenz cc 2.0

BIM, drei Buchstaben, die einer Aussage gleichkommen: Building Information Modeling. Es ist im Grunde die Digitalisierung des Planens und Bauens von A bis Z. Einmal abgesehen von der Tatsache, dass auch die Baubranche nicht am Thema Digitalisierung vorbeikommt, soll BIM helfen, ein Bauwerk zeit- und kostentreu zu erstellen. Stichworte wie BER oder Elbphilharmonie lassen grüßen. Auf was ist aus Sicht der planenden und bauenden Berufe zu achten?

Die Kammern und Verbände sind aufgefordert, ihren Mitgliedern Argumentationshilfen an die Hand zu geben, die dem Bauherrn deutlich machen, dass die mit BIM erzeugten Daten ein Wert an sich darstellen. Die Planungs- und Bauphase wird verkürzt, die Abläufe werden gestrafft und am Ende ist die Dokumentation eine viel umfänglichere – nicht zuletzt spart der Bauherr Geld, weil komplizierte Berechnungen schneller und effizienter durchgeführt werden können. Das alles geht nicht zum Nulltarif. Das Thema war auch schon mit der Einführung des CAD (Computer Aided Design, quasi die zweidimensionale Variante von BIM) aktuell. Technischer Fortschritt muss helfen, Kosten im Blick zu behalten. Aber die Umsetzung, die am Ende auf die Wirtschaftlichkeit einzahlt, sollte eingepreist sein.

Das Urheberrecht am Datenmodell tritt der Planer an den Bauherrn vollumfänglich ab. Das ist im Rahmen des Dienstleistungsauftrages auch in Ordnung. Aber es muss klar sein, dass mehr Qualität auch ein mehr an Kosten bedeutet und hiermit dürfen die Leistungserbringer (Planer, Architekten, Ingenieure) nicht alleine gelassen werden.

Geboren 1971 in Braunschweig und aufgewachsen im Landkreis Peine - dort Abitur 1993 (keine zwei "Ehrenrunden", sondern zwischendurch eine Ausbildung bei der Stadt Braunschweig) - zog es mich zum Studium nach Eichstätt und Washington D.C. Nach Beendigung des Studiums der Politikwissenschaften und Geschichte 1998, begann ich meine berufliche Laufbahn als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Deutschen Bundestag. Dort beschäftigte ich mich u.a. mit der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik. Danach folgte eine mehrjährige Station als Projektmanager Internationales und politische Kontakte bei Partner für Berlin, Gesellschaft für Hauptstadt-Marketing mbH (heute Berlin Partner). Nach mehreren kurzen und längeren Stationen in der politischen Beratung kam ich 2008 als Partner zu elfnullelf. Seit August 2013 führe ich die Beratungsgesellschaft für Strategie und politische Kommunikation mbH als alleiniger Geschäftsführender Gesellschafter.