Medikationsplan – AMTS-Kernstück

MedikationsplanDer Medikationsplan ist das Kernstück bei der Umsetzung der Arzneimitteltherapiesicherheit. Allerdings weist er noch erhebliche Defizite auf. So haben bisher nur Patienten einen Rechtsanspruch darauf, die mehr als drei verschiedene Wirkstoffe verschrieben bekommen und der Plan wird überwiegend analog geführt. Hinzu kommen Streitigkeiten, wer diese zusätzliche Beratungsleistung ausüben darf. Bisher ist es nur der Arzt, nicht aber der Apotheker, der dem Patienten aber die Arzneimittel i.d.R. überreicht.

Zudem zeigen sich in der Praxis erhebliche Mängel. Eine aktuelle Studie der Handels-Krankenkasse Bremen in Zusammenarbeit mit Bremer Institut für Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung (BIAG) kommt zu diesen Ergebnissen:

  • Ein Jahr nach Einführung bekommen nur 37,7% der Versicherten, die einen Anspruch auf den Plan haben, tatsächlich einen Medikationsplan ausgehändigt
  • 25% der Befragten mit Medikationsplan sind gar nicht oder nur unzureichend über den Sinn des Plans aufgeklärt worden
  • Nur 21% sind nicht über Eingabemodalitäten und Nutzen informiert worden
  • 51,6% der Befragten mit Medikationsplan wurden nicht gefragt, ob sie sich zusätzlich rezeptfreie Arzneimittel in der Apotheke gekauft hätten
  • 43% erhielten keinen Hinweis darauf, den Plan auch beim Besuch anderer Ärzte mitzunehmen

Bis zum 1. Januar 2019 sollen die technischen und datenschutzrechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden, um dann den heute lediglich „schriftlichen“ (Schriftform) um einen elektronischen Medikationsplan auf der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) zu ergänzen. Das setzt aber die technische Lösung für die eGK insgesamt voraus.

Geboren 1971 in Braunschweig und aufgewachsen im Landkreis Peine - dort Abitur 1993 (keine zwei "Ehrenrunden", sondern zwischendurch eine Ausbildung bei der Stadt Braunschweig) - zog es mich zum Studium nach Eichstätt und Washington D.C. Nach Beendigung des Studiums der Politikwissenschaften und Geschichte 1998, begann ich meine berufliche Laufbahn als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Deutschen Bundestag. Dort beschäftigte ich mich u.a. mit der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik. Danach folgte eine mehrjährige Station als Projektmanager Internationales und politische Kontakte bei Partner für Berlin, Gesellschaft für Hauptstadt-Marketing mbH (heute Berlin Partner). Nach mehreren kurzen und längeren Stationen in der politischen Beratung kam ich 2008 als Partner zu elfnullelf. Seit August 2013 führe ich die Beratungsgesellschaft für Strategie und politische Kommunikation mbH als alleiniger Geschäftsführender Gesellschafter.