Film und Freiheit

Es ist schon ein interessantes Phänomen: Ein stümperhaft gemachter und unästhetischer Film bestimmt über das Wohl und Wehe unserer freiheitlichen, demokratischen Ordnung. Die Diskussion allerdings ist richtig und wichtig. Und sie dokumentiert, wie in freien Systemen mit so etwas umgegangen wird: Mit offenem Visier und ohne Verschleierung. Zeigen oder Nichtzeigen ist schon gar nicht mehr die Frage. Natürlich muss es im Rahmen der Meinungsfreiheit – immerhin ein Grundrecht bei uns! – möglich sein, auch so einen Film zu zeigen. Zwar hinkt der Vergleich, aber nach „Das Leben des Brian“ haben die Christen und Juden ja auch nicht die Botschaften Großbritanniens angezündet. Wir sollten dennoch entspannt sein und nicht mit gleicher Vehemenz wie die Gegner des Films auf dessen Veröffentlichung (durch die sich selbst hypendende Berichterstattung, wozu wiederum auch dieser Beitrag gehört, ist er öffentlicher denn je) mit Berufung auf unsere Grundfreiheiten pochen. Der Klügere sollte an dieser Stelle nachgeben und nicht zusätzlich Öl ins Feuer gießen. Was ist eigentlich mit dem Gedanken, dass diejenigen, die so lautstark – natürlich von höherer Stelle strategisch angestichelt – protestieren genau diesen Film zum Entstehen verholfen haben, um einen Vorwand für derartige Proteste zu haben? Zugegeben, damit würde sich die Freiheit selbst ad absurdum führen: Nur die Freiheit ermöglicht es, der Unfreiheit die Bahn zu brechen. Was wohl Karl Popper davon hielte, dessen Grundthese immerhin „keine Toleranz gegenüber der Intoleranz“ lautete?

Geboren 1971 in Braunschweig und aufgewachsen im Landkreis Peine – dort Abitur 1993 (keine zwei „Ehrenrunden“, sondern zwischendurch eine Ausbildung bei der Stadt Braunschweig) – zog es mich zum Studium nach Eichstätt und Washington D.C. Nach Beendigung des Studiums der Politikwissenschaften und Geschichte 1998, begann ich meine berufliche Laufbahn als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Deutschen Bundestag. Dort beschäftigte ich mich u.a. mit der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik. Danach folgte eine mehrjährige Station als Projektmanager Internationales und politische Kontakte bei Partner für Berlin, Gesellschaft für Hauptstadt-Marketing mbH (heute Berlin Partner). Nach mehreren kurzen und längeren Stationen in der politischen Beratung kam ich 2008 als Partner zu elfnullelf. Seit August 2013 führe ich die Beratungsgesellschaft für Strategie und politische Kommunikation mbH als alleiniger Geschäftsführender Gesellschafter.