Die Entwicklung der Arzneimittelversorgung

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Mittelfristig wird sich kein relevanter Spieler in der Arzneimittelversorgung markttechnischen Veränderungen entziehen können. Stationär müssen Apotheken attraktiv bleiben, damit Kunden kommen. Online müssen Anbieter mit Service, Qualität und Preis attraktiv bleiben. Kein denkender Kunde bleibt einem Vertriebsweg treu, wenn diese Parameter nicht gegeben sind. Die Digitalisierung muss den Patienten mit dem „System“ vernetzen, um seine Vorteile komplett ausspielen zu können. Dazu zählt die Arztpraxis, die in der Regel als erstes aufgesucht wird, und wo Therapie auf Diagnose folgt. Die Vernetzung Arzt Apotheke ist ein wichtiger Baustein.

Der zentrale Baustein, der diese beiden wichtigen Behandlungsakteure optimal vernetzen würde, ist das elektronische Rezept. Der nächste Schritt ist dann konsequenter Weise die elektronische Patientenakte, die die Sektoren ambulant und stationär konsequent vernetzt. Diese Vernetzungsstrukturen würden den Patienten dann tatsächlich in den vielzitierten Mittelpunkt des Gesundheitswesens rücken. Alle Beteiligten wären auf einen Schlag auf Augenhöhe mit den identischen Informationen versorgt: Der Patient, der behandelnde Arzt sowohl ambulant wie auch im Krankenhaus, der Apotheker und auch alle anderen im Heilungsprozess und bei der Pflege beteiligte Personen. Es gibt Länder wie z.B. Estland, wo diese Vernetzung in der Praxis bereits seit Jahren gut funktioniert.