Das Kartoffel-Kartell

Es ist bezeichnend, dass sich im Netz alle darüber lustig machen: „Gründe Broccoli-Kartell, wer will mitmachen?“ oder „die dümmsten Bauern haben die dicksten Kartelle“ etc. Solche Sprüche zeigen, wo die Wertschätzung eines Gemüses wie die der Kartoffel heutzutage anzusiedeln ist. Der Preis für den Endverbraucher ist unverschämt günstig. Was nichts kostet, wird demzufolge auch nicht wertgeschätzt. Und trotzdem haben einige mit krimineller Energie noch hohen Profit aus der Wertschöpfungskette gezogen. Dieser Profi muss ja irgendwo herkommen: Ein Grundnahrungsmittel, das dem Erzeuger in der Regel nur Spottpreise einbringt, obwohl er die Arbeit und die Auslagen hat (Einkauf teuren Saatguts, Bestellung des Ackers, ggf. Fliesabdeckung für frühere Ernte zum Vorteil des heimischen Verbrauchers, Frostbewässerung, Pflege der Pflanzen, Ernte, Abtransport etc.) auch noch der Preisabsprache vor und nach dem Erzeugungsvorgang auszusetzen, ist nicht nur kriminell, sondern perfide! Leider ist dieses Ergebnis mal wieder die Folge einer industriealisierten und anonymisierten Landwirtschaft – und einer „Geiz-ist-geil-Verbrauchermentalität“. Die Glotze darf ruhig ordentlich Geld kosten, der täglich gedeckte Tisch sollte aber so wenig wie möglich Kosten verursachen. Der Dumme in diesem Fall ist der Anbauer, der Verbraucher dürfte vom „Kartoffel-Kartell“ wohl kaum etwas bemerkt haben. Das spricht Bände!

Geboren 1971 in Braunschweig und aufgewachsen im Landkreis Peine - dort Abitur 1993 (keine zwei "Ehrenrunden", sondern zwischendurch eine Ausbildung bei der Stadt Braunschweig) - zog es mich zum Studium nach Eichstätt und Washington D.C. Nach Beendigung des Studiums der Politikwissenschaften und Geschichte 1998, begann ich meine berufliche Laufbahn als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Deutschen Bundestag. Dort beschäftigte ich mich u.a. mit der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik. Danach folgte eine mehrjährige Station als Projektmanager Internationales und politische Kontakte bei Partner für Berlin, Gesellschaft für Hauptstadt-Marketing mbH (heute Berlin Partner). Nach mehreren kurzen und längeren Stationen in der politischen Beratung kam ich 2008 als Partner zu elfnullelf. Seit August 2013 führe ich die Beratungsgesellschaft für Strategie und politische Kommunikation mbH als alleiniger Geschäftsführender Gesellschafter.