Bewegung im Blutmarkt

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Bluttransfusionen sind ein wichtiges Werkzeug in der Medizin. Doch es gibt auch Alternativen, zumindest wenn es um elektive Eingriffe geht. Hierbei findet in den letzten Jahren vermehrt das sogenannte Patient Blood Management (PBM) seine Anwendung. PBM ist ein individuelles Behandlungskonzept zur Reduktion und Vermeidung von Anämie, Blutverlust und Fremdbluttransfusionen. Durch eine mehrjährige australische Studie, die 605.046 Patienten einschloss, erfuhr PBM eine größere öffentliche Wahrnehmung.

Das hat auch die Europäische Kommission erkannt und erließ im April Leitlinien für die Patientenbehandlung. Damit soll der Behandlungsstandard in ganz Europa verbessert werden. Doch nicht nur die Patientenversorgung verbessert sich dadurch. Da das Ziel von PBM ist, weniger Bluttransfusionen durchzuführen, sinken auch die Behandlungskosten.

Es wird spannend zu beobachten, ob und wie sich die PBM-Leitlinien auf das Blutspendeverhalten der Bevölkerung auswirken. Fakt ist, die Blutkonserven sind seit langem knapp. Daher ist ein nachhaltiger Umgang mit Fremdblut mehr als begrüßenswert.

Markus Ruschke absolvierte sein Bachelor- und Masterstudium der Politik- und Rechtswissenschaft an der Friedrich-Schiller-Universität Jena mit dem Schwerpunkt auf Politische Systeme. Nach einem dreiviertel Jahr als Freelancer in der IT-Projektarbeit bei der Drägerwerk AG &Co. KGaA war er seit August 2014 Landesgeschäftsführer der Jungen Union Hamburg. Darüber hinaus ist Herr Ruschke seit 2013 regelmäßig als Seminar- und Tagungsleiter der Konrad-Adenauer-Stiftung tätig. Bei elfnullelf kümmert er sich seit Mitte November 2016 um die gesundheitspolitischen Themen.