Berlin bleibt doch Berlin

Foto: Carlos de Paz | Lizenz cc 2.0
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Die aktuelle Diskussion in Berlin um den Staatssekretär im neuen Bausenat, Andrej Holm, zeigt, was in dieser Stadt grundsätzlich politisch schief läuft: Ein Regierender Bürgermeister mit gerade mal 20% der abgegebenen Stimmen gewählt, kann sich nicht durchsetzen. Zum Vergleich: Willy Brandt holte 1963 über 60%. Nur Ernst Reuter hatte gleich nach dem Krieg eine noch höhere Zustimmung.

Kurz vor der Wahl des Regierenden Anfang des Monats hat sich ein prominenter Berliner SPD-Politiker noch für ein Zusammenreißen und alles Dransetzen, damit das Projekt #R2G erfolgreich wird, eingesetzt. Er sehe eine linke Mehrheit in der Gesellschaft. Schön und gut. Die letzten Tage haben das Gegenteil von Erfolg offenbart: In Berlin bleibt vorerst alles beim Alten. Dass sich ein Regierender Bürgermeister oder auch “Ministerpräsident” einen ehemaligen Stasispitzel, der natürlich von seiner Vergangenheit nichts gewusst hat, aber sehr wohl aus einer Stasifamilie kommt, vor die Nase setzen lässt, entbehrt nicht jedweder historischen Tragik. Oder sollte man besser sagen Ironie?