Automobilwelt wird auf den Kopf gestellt

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Angeblich hat der letzte Vorstandsvorsitzende eines sich mitunter selbstüberschätzenden Automobilkonzerns einmal über Elon Musk und Tesla gesagt, dass man sich mit solchem „Spielzeug“ nicht abgebe. Nun, Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall. Was die Automobil-Dinosaurier offenbar immer noch nicht kapieren: Ein herkömmliches Auto zu nehmen und einfach einen E-Motor einzubauen, ist eben etwas zu kurz gesprungen. Der BMW i3 ist derzeit einer der ganz wenigen reinrassigen E-Autos deutscher Hersteller.

Bezeichnend ist doch, dass aus der „kleinen Bude“ wie Tesla ein veritables Unternehmen geworden ist. Dieser Tage berichtet die SZ, dass der britische Chemiekonzern INEOS ein Elektroauto plant. So gibt es eine Reihe aktuell relativ kleiner Unternehmen, die den Laden ordentlich aufmischen. Der E-GO – ein ziemlich durchdachtes Elektroauto-Neukonzept des RWTH-Tüftlers Günther Schuh (offiziell ist er Co-Direktor des Werkzeugmaschinenlabors an der RWTH) – ist ebenfalls ein solches Nischenprojekt, das das Potenzial zu einem echten Trouble-Shooter hat. Immerhin hat Schuh zuvor die Streetscooter GmbH gegründet, aufgebaut und kurzerhand an DHL verkauft, die jetzt ihre eigenen E-Transporter bauen, weil es keiner der Autokonzerne auf die Reihe bekommen hat.

Es sind diese innovativen und vor allem wendigen Start-ups und mittelständischen Unternehmen, die das Potenzial haben, den Automobilbau zu revolutionieren. Größe allein ist in Zukunft keine Garantie mehr für eine Marktberechtigung. Das ähnelt sehr der gesamten Digitalisierungsthematik: Disruptive Geschäftsmodelle haben mit herkömmlichen Dienstleistungen oder Produkten zwar zu tun, sie packen es aber grundsätzlich ganz anders an und schlagen die Noch-Marktbeherrscher mit den eigene Waffen. Das ist der Treibstoff einer sich digitalisierenden Wirtschaft.

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Geboren 1971 in Braunschweig und aufgewachsen im Landkreis Peine – dort Abitur 1993 (keine zwei „Ehrenrunden“, sondern zwischendurch eine Ausbildung bei der Stadt Braunschweig) – zog es mich zum Studium nach Eichstätt und Washington D.C. Nach Beendigung des Studiums der Politikwissenschaften und Geschichte 1998, begann ich meine berufliche Laufbahn als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Deutschen Bundestag. Dort beschäftigte ich mich u.a. mit der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik. Danach folgte eine mehrjährige Station als Projektmanager Internationales und politische Kontakte bei Partner für Berlin, Gesellschaft für Hauptstadt-Marketing mbH (heute Berlin Partner). Nach mehreren kurzen und längeren Stationen in der politischen Beratung kam ich 2008 als Partner zu elfnullelf. Seit August 2013 führe ich die Beratungsgesellschaft für Strategie und politische Kommunikation mbH als alleiniger Geschäftsführender Gesellschafter.