elfnullelf GmbH | Udo Sonnenberg

Ein Tag bei elfnullelf von Udo Sonnenberg

Aus unserem Arbeitsalltag…

Bei elfnullelf ist kein Tag wie der andere – jedes Projekt benötigt jeden Tag auf’s Neue seine ganz eigene Aufmerksamkeit und stellt uns oftmals spontan vor neue und tagesaktuelle Herausforderungen. Dennoch möchten wir mit dieser Beitragsserie versuchen, Ihnen einen Einblick in unseren Arbeitsalltag als Public Affairs Beratung zu geben.

Udo Sonnenberg, M.A

Geschäftsführender Gesellschafter

elfnullelf GmbH | Udo Sonnenberg
Udo Sonnenberg

Auftakt im Büro in Berlin-Mitte. Heute etwas früher, weil mittags ein Termin in Hamburg angesetzt ist. Ein Akquisegespräch, das noch etwas Vorbereitung benötigt: Unterlagen, Einarbeitung in den bisherigen Gesprächstand, Kollegen informieren... Wenn der Rechner die Betriebstemperatur erreicht hat, gibt`s erstmal einen leckeren Cappuccino. Die Jura-Vollautomat-Version E8 – wir nennen sie liebevoll "Tante Ju" – macht das richtig lecker. Tasse links, Stift rechts, so wird die Postmappe vom Vortag verschlankt. Da wir einigen unserer Verbandskunden die Geschäftsstellenfunktion anbieten und Verbände immer noch gerne viel "Snail Mail" bekommen, kommt da täglich einiges zusammen.

7:30 Uhr

Ab kommender Woche unterstützt uns ein Praktikant hier vor Ort. Dieser benötigt einen gut funktionierenden PC-Arbeitsplatz und einige Informationen, wie elfnullelf tickt und vor allem, welche Aufgaben er wahrzunehmen hat. Klar, kein Praktikant ist letztverantwortlich, aber ein verantwortungsbewusstes Einbinden in die Alltagsaufgaben haben bisher noch alle gutgefunden. Kaffee kochen (macht ja Tante Ju), kopieren, Ablage und Brötchen holen als Kernaufgaben von Mitarbeitern im Praktikum gehören zum Glück lange der Vergangenheit an. Jetzt ist alles bereit, er kann loslegen und – wenn gewünscht – auch gleich inhaltlich werkeln.

9:00 Uhr

Apropos loslegen, jetzt aber dalli: kurz nach 10 geht der Zug nach Hamburg. Während der Zugfahrt ist es einfach schön, die brandenburgische und mecklenburgische Landschaft an sich vorbeifliegen zu sehen. Naja, nebenbei wird auch die eine oder andere Mail geschrieben oder Termine koordiniert. Aber die bewusste Platzwahl im Ruhebereich hat definitiv ihren Grund.

9:50 Uhr

Mittagstermin in Hamburg beim (hoffentlich bald) Kunden. Ich werde schon erwartet - passt! Dann kann es ja gleich medias res gehen. Eine Stunde später sind beide Seiten deutlich schlauer. Rücksprachen sind dennoch erforderlich und Unterlagen müssen nachgereicht werden. Aber das ist a) kein Problem und b) trägt es zur Intensivierung der Verbindung bei. Jetzt liegt das Mittagessen verdientermaßen auf dem Weg.

12:30 Uhr

Rückfahrt nach Berlin, viel Grün, viel Land, viel Rehwild, ein bisschen das mobile Device gequält und im Nu am Berliner Hauptbahnhof – eine Station mit der S-Bahn, zack, wieder zurück im Büro.

15:30 Uhr

Jour fixe mit dem Team - eigentlich ist der erst morgen, wie immer, das ist ja der Sinn eines "Jour fixe". Aber gut, die berühmte Abweichung von der Regel soll sie bestätigen, wie der Volksmund sagt. Logisch betrachtet ist das natürlich quatsch: Wie soll eine Ausnahme eine Regel bestätigen können?! Egal, alle stehen bereit und es ist wieder mal viel Stoff auf dem Zettel. Papier vermeiden und einsparen ist Maxime, aber eine Seite pro Woche gedruckt vor sich zu haben, um daran zu arbeiten, trainiert den Geist eben doch auf eine andere Art und Weise. Doch wie ich heute lerne, haben die Kollegen etwas Neues ausgetüftelt und wir bearbeiten die Punkte fortan auch in unserem CRM – cool!

17:30 Uhr

Heute – das ist tatsächlich auch nicht ganz alltäglich – gibt es im Büro noch etwas zu tun. Bei elfnullelf wird selbst angepackt, wenn es in den Räumlichkeiten etwas zu werkeln gibt: Egal, ob die Lampe schlapp gemacht hat, das Rollo klemmt oder neue Computer-Technik installiert werden muss. Eine Stunde später ist die Aufgabe aber bereits erledigt und die Kollegen werden sich am nächsten Morgen freuen können über den schönen neuen Sonnenschutz.

Feierabend – so abwechslungsreich kann es sein in der Selbständigkeit. Die flexiblen Anforderungen an Körper und Geist sind befriedigend und das eigene, nicht selten rasche Entscheiden, schafft ein nachhaltiges Gefühl der Zufriedenheit.

18:45 Uhr


Energiewende betrifft Erzeugung und Verteilung

Vor acht Jahren wurde sie eingeläutet, die deutsche Energiewende. So lange ist das Tsunami-Unglück von Fukushima her und damit die Ankündigung der damaligen Bundesregierung vom Ausstieg des Ausstiegs wieder auszusteigen und sich endgültig von der Atomkraft in Deutschland abzukehren. Seit dem wird noch stärker auf sogenannte erneuerbare Energieträger (Sonne, Wind, Wasser, Biomasse) gesetzt. Dieser Trend wird sich mit dem nunmehr auch beschlossenen Kohleausstieg - der Steinkohleabbau ist schon vorbei, die Braunkohle wird in ca. 20 Jahren von heute folgen - noch verstärken. Was bedeutet das für die Energiewirtschaft?Read more


Kleine Biene, große Politik

Heute ist in Bayern ein viel beachtetes Volksbegehren (erfolgreich) zu Ende gegangen: Das Volksbegehren Artenvielfalt oder wie es zunächst hieß "Volksbegehren rettet die Bienen" und etwas später "rettet die Bienen und die Bauern". Genau an dieser Stelle wird bereits ein wunder Punkt deutlich.Read more


Kohle-Diskussion

Mit dem Abschlussbericht der Kohlekommission (eine Web-Seite Kohlekommission.de gibt es nicht, den Link hat Greenpeace-Energy gekapert!) ist eine lebhafte Debatte darüber im Land entbrannt, wie die Energieversorgung zukünftig - über 2038 hinaus - sichergestellt werden kann. Ökonomen wie z.B. der Vorsitzende der von der Bundesregierung eingesetzten Expertenkommission zum Monitoring der Energiewende, Prof. Dr. Andreas Löschel von der WWU Münster, sagen, dass der Kompromiss volkswirtschaftlich viel zu teuer sei. Eine CO2-Bepreisung könnte die finanziellen Folgen besser abfedern. Die Politik schmeisse mal wieder nur Geld auf ein Problem, ohne die Konsequenzen zu durchdenken. Auch mit Blick auf die Nachbarländer werden Bedenken angemeldet:Read more


Gesetz spekuliert mit der Zukunft


Foto: Deutscher Bundestag

Zugegeben, es gibt keine Vorlage für diesen politischen Vorgang: Die Europäische Union kannte bisher nur das Wachstum. Jetzt steht mit dem Brexit ein Schrumpfen bevor. Da geht es hoch her - auch außerhalb des Vereinigten Königreichs. So hat der Deutsche Bundestag in der vergangenen Woche ein bemerkenswertes Gesetzespaket mit breiter Mehrheit verabschiedet. Das "Brexit-Übergangsgesetz".Read more


Das politische Buch: Wie funktioniert Politik?

Prof. Werner Weidenfeld hat in der Süddeutschen Zeitung ein neues Buch des Politikprofessors Roland Sturm besprochen: "Wie funktioniert Politik? Die Beweggründe des Politischen in den Nationalstaaten und in der EU." Das Werk berührt laut Weidenfeld einen "wunden Punkt" und er fragt: "Kann diese Art von repräsentativer Demokratie eine Zukunft haben?" Read more


Gastbeitrag im Blog der Republik

Am Mittwoch dieser Woche haben die Kollegen vom Blog der Republik einen Beitrag von mir zum Thema Zukunft der parlamentarischen Demokratie gebracht. Es ist nicht neu, aber wenn wir nicht das Wahlrecht und damit die Zusammensetzung der parlamentarischen Vertreter gründlich reformieren, verliert unsere parlamentarische Demokratie weiter an Glaubwürdigkeit.


Dritter Baukulturbericht Erbe-Bestand-Zukunft


Foto: Bundesstiftung Baukultur
Die Bundesregierung hat dem Parlament den dritten Baukulturbericht der Bundesstiftung Baukultur in Form einer Unterrichtung zur Kenntnisnahme und weiteren Diskussion vorgelegt. Damit bekommt das Thema Planen und Bauen erneut einen besonderen Stellenwert in der demokratischen Öffentlichkeit. Der Bericht mit dem Titel "Erbe - Bestand - Zukunft" folgt auf die ThemenRead more


Nischenprodukt im Visier europäischer Regulierung

Seit Mai dieses Jahres betreuen wir ein sehr interessantes Thema an der Schnittstelle Technische Gebäudeausrüstung (TGA), Planen/Bauen und Energieeffizienz. Es geht um das elektrische Händetrocknen. Immerhin vor über 90 Jahren in Deutschland erfunden und dann etwas ins Hintertreffen geraten. Das soll sich ändern. Der Umwelt, dem Energieverbrauch und damit CO2 Ausstoss sowie dem Portemonnaie der Betreiber zuliebe.Read more


Public Affairs-Consulting bei elfnullelf

Foto: Pixabay

In letzter Zeit begegnet uns in Kennenlerngesprächen mit Kunden immer wieder die Frage, wie wir Public Affairs-Consulting verstehen. Die Frage ist nicht mit einem Wort oder Satz zu beantworten, deshalb handelt dieser Beitrag von unserem Verständnis guter und zielführender Public Affairs-Beratung. Grundsätzlich sind drei Aspekte von herausragender Bedeutung: Transparenz, Inhalte verstehen und selbständig transportieren sowie Beratung auf Augenhöhe. Read more


BIM am Bau

Foto: Pixabay

Ersetzt zwar nicht den Zimmermann, aber die Richtung ist klar: Die nicht allzu ferne Zukunft wird ohne Building Information Modeling (BIM) nicht mehr auskommen - und das ist gut so. Die Digitalisierung erfasst logischerweise alle Bereiche. Am Bau kann sie Planung, Bau und Betrieb erheblich vereinfachen und für alle Beteiligten effizienter gestalten: Bauherren, Planer, Nutzer, Käufer u.s.w. Read more


Was wir anbieten: Das Lobbying-Gespräch

  • In dieser Artikel-Reihe stellen wir unsere einzelnen Beratungsleistungen vor
  • Anhand konkreter Beispiele: Was bringt Ihnen das jeweilige Produkt? Wie gehen wir vor?

Nach der sorgsamen Analyse des Politikfeldes und des regulatorischen Rahmens, der auf das Geschäftsmodell Ihres Unternehmens wirkt, ist die Frage zu stellen, wen muss ich politisch involvieren, um meine Ziele zu erreichen.

Der letzte Beitrag hat sich mit dem Stakeholder-Engeagment als Bedeutung für den Lobbying-Prozess beschäftigt. Kern des Involvierens von Stakholdern ist das Lobbying-Gespräch. Da spielt es zunächst keine Rolle, ob der Gesprächspartner ein politischer Entscheider ist, ein Mitarbeiter der Administration, Geschäftsführer eines Verbandes oder Sekretär einer NGO. Jede Kontaktperson benötigt eine individuelle Vorbereitung und Ansprache.

Grundlage dafür ist wieder die Politikfeld- und Stakeholder-Anlyse. Erst wenn mir die (politischen) Zusammenhänge klar sind, in denen sich der Stakeholder bewegt, kann ich passgenau auf ihn zugehen. Neben der Personen-Recherche für die Einordnung des Ansprechpartners ist natürlich auch das laufende Monitoring bedeutend. Hier laufen eine Menge Informationen zusammen, die für ein Gespräch hilfreich sein können.

Bei Anbahnung schon wertvolle Informationen sammeln

Wenn konkret feststeht, wer angesprochen werden soll, erfolgt die Anbahnung des Gesprächs i.d.R. über ein Telefonat mit dem zuständigen Büro. Oftmals erfährt man bei einem solchen Telefonat hilfreiche zusätzliche Informationen über präzise Zuständigkeiten, Befindlichkeiten, terminliche Verfügbarkeiten etc. Dem folgt dann noch eine kurze Verschriftlichung des Gesprächswunsches mit Hinweisen auf das Gesprächsziel. Das kann per analogem Brief oder Fax passieren, wirkt jedoch arg antiquiert, also ist die Email vorzuziehen. Das ist mittlwerweile ohnehin überall Standard.

Ist der Termin fixiert, steht die Terminvorbereitung als Aufgabe an. Hier sollten persönliche Informationen des Gesprächspartners aufgeführt sein, aber vor allem die beruflichen Zusammenhänge herausgearbeitet werden. Warum ist der Stakeholder für das Projekt und den Kunden wichtig? Das Gesprächsziel ist klar zu formulieren und festzuhalten. Das kann von einer Hilfestellung mit Blick auf eine andere, wichtige Organisation bis hin zur konkreten Unterstützung bei einem regulativen Problem gehen. Da es sich in den meisten Fällen jedoch um Arbeitsebenenthemen handeln dürfte, wird eine endgültige Entscheidung nur schwer zu erreichen sein: Einer alleine, kann in der Demokratie so gut wie nichts weitrechendes entscheiden – nicht einmal die Bundeskanzlerin.

Preis:

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Stakeholder Ansprache & Engagement

Stakeholder sind die Personen, die Sie überzeugen müssen, um Ihr Ziel zu erreichen. Je nach Fall können dies politische Entscheidungsträger, Regierungsstellen, Aufsichtsbehörden, aber auch Nichtregierungsorganisationen, Standortgemeinden, Medien, Kunden, Lieferanten, Geschäftspartner, Mitarbeiter oder andere Personengruppen sein.

Wir helfen Ihnen bei:

  • Kontaktaufnahme und Vereinbarung von Terminen mit den entscheidenden Personen bzw. Gruppen
  • Anbahnung, Vor- und Nachbereitung sowie Begleitung bei Gesprächen
  • Sämtlicher Korrespondenz mit Stakeholdern (auf Wunsch auch in Ihrem Namen)

Das birgt das nächste Stichwort: Wer nur mit der Spitze sprechen möchte, schätzt sich und sein Thema zu 99% falsch ein. Die Professionalisierung der Politik misst der Arbeitsebene eine sehr gewichtige Rolle zu. Das sollte jeder berücksichtigen und das ist auch für den weiteren Verlauf, die Gesprächsführung selbst von immanenter Bedeutung. Wer seinen Ansprechpartner nicht ernst nimmt, weil man ihm nicht die notwendige Entscheidungskompetenz zumisst, begeht einen Kardinalfehler.

Arbeitsebene ernst nehmen und einbinden

Im Gespräch sollte man möglichst rasch zum Punkt kommen. Es ist menschlich, zunächst mit etwas eher Belanglosem zu starten, um das Eis zu brechen. Aber beide Seiten wissen, warum sie zusammensitzen. Oftmals kann zudem davon ausgegangen werden, dass der Stakeholder selbst tief genug im Thema steckt, um unmittelbar die relevanten Informationen aufnehmen zu können.

Dennoch erscheint es ratsam gleich zu Beginn auch die jeweilige Erwartungshaltung zu managen. Man selbst kommt zwar mit hilfreichen Informationen ist aber auch nicht in der Lage, unmittelbar und umfänglich Abhilfe für ein bestehendes Problem zu schaffen. Das gilt genauso für die Gegenseite.

Jedes Gespräch sollte eine schriftliche Nachbereitung erfahren. Das dient der Information der eigenen Leute, die nicht am Gespräch teilnehmen konnten und man kann sich an den Notizen abarbeiten. Es wurde beispielsweise vereinbart, dass die Kontaktdaten von Kollegen übermittelt werden sollen – ein Anlass, erneut das Gespräch zu suchen. Wenn über wichtiger Termine oder Entscheidungen gesprochen wurde, können auch diese Grund genug sein, wieder einmal nachzufassen. Wichtig ist am Ende, dass eine möglichst dauerhafte und verlässliche Beziehung zum Kontakt aufgebaut wird. Das erleichtert den Umgang in der Zukunft. Vielleicht kann man zudem selbst weitergehende Informationen sammeln und zur Verfügung stellen – als Service-Leistung gewissermaßen.

Eine weitere Service-Leistung von elfnullelf für seine Kunden ist die Public Affairs-Hotline, die wir im nächsten Beitrag der Serie „Was bringt Public Affairs-Arbeit Ihrem Unternehmen“ behandeln.


Zwischen Dezentralisierung und Professionalisierung

Foto: Pixabay

Zwei Schlagwörter im deutschen Gesundheitswesen: Einserseits immer schön nah am Patienten, andererseits entsteht keine Professionalität, wenn alles in Atome zerfällt. Das kennt man schon seit Jahren aus der Krankenhauslandschaft. Jedes (Kleinst-)Krankenhaus sollte möglichst Vollversorger sein - nicht zuletzt, weil es der Politgrande vor Ort (wahlweise MdB oder Landrat) es so wollte. Plötzlich fingen die Kosten an zu explodieren und siehe da, es muss anders gehen. Aber Strukturwandel tut auch weh. Davon können Montanindustrie und Landwirtschaft ein nicht so fröhlich Liedchen trällern.Read more


Was wir anbieten: Stakeholder-Engagement

Was wir anbieten: Stakeholder-Engagement

  • In dieser Artikel-Reihe stellen wir unsere einzelnen Beratungsleistungen vor
  • Anhand konkreter Beispiele: Was bringt Ihnen das jeweilige Produkt? Wie gehen wir vor?

Nach der sorgsamen Analyse des Politikfeldes und des regulatorischen Rahmens, der auf das Geschäftsmodell Ihres Unternehmens wirkt, ist die Frage zu stellen, wen muss ich politisch involvieren, um meine Ziele zu erreichen. Ein zentrales Element der erarbeiteten Strategie im Projektauftakt-Workshop ist die Abfolge meiner Gesprächspartner. Das sollte auch institutionell hergeleitet werden: Ist der Sachverhalt ganz klar, dass die Regierung handeln sollte, dann macht der direkte Weg ins Ministerium, von wo die überwältigende Mehrheit der regulatorischen Vorgaben kommt, hochgradig Sinn. Es gibt aber noch andere Bereiche, wo Stakeholder-Engagement wichtig ist.

Wen muss ich wie involvieren, wenn mein Projekt zum Erfolg werden soll?

Sie planen ein wichtiges Bauvorhaben? Der Neubau ist nicht nur in einem kritischen Wohnumfeld einer Stadt, sondern grenzt auch durch seine Randlage unmittelbar an ein empfindliches Naturschutzgebiet? Dann empfiehlt es sich, zunächst mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen und ggf. über Umweltschutzorganisationen oder andere NGOs den Kontakt zu suchen. Auf behördlicher Seite ist es mitunter angebracht, ein Thema als erstes mit einer Bundesoberbehörde – z.B. beim Thema Trinkwasser mit dem Umweltbundesamt oder im Bereich Blutprodukte mit dem Paul-Ehrlich-Institut – zu erörtern. Der Projektentwickler oder Bauherr, der bauen möchte, muss sich zudem ohnehin mit der Kommune ins Benehmen setzen. Da nutzt der Deutsche Bundestag beispielsweise nur sehr begrenzt als erste Anlaufstelle.

Preis:

ab 1.000,00 € nach Aufwand (zzgl. MwSt.)

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Stakeholder Ansprache & Engagement

Stakeholder sind die Personen und Akteure, die Sie überzeugen müssen, um Ihr Ziel zu erreichen. Je nach Fall können dies politische Entscheidungsträger, Regierungsstellen, Aufsichtsbehörden, aber auch Nichtregierungsorganisationen, Standortgemeinden, Medien, Kunden, Lieferanten, Geschäftspartner, Mitarbeiter oder andere Personengruppen sein.

Wir helfen Ihnen bei:

  • Kontaktaufnahme und Vereinbarung von Terminen mit den entscheidenden Personen bzw. Gruppen
  • Anbahnung, Vor- und Nachbereitung sowie Begleitung bei Gesprächen
  • Sämtlicher Korrespondenz mit Stakeholdern (auf Wunsch auch in Ihrem Namen)

Je nach Problemstellung kommen also die unterschiedlichsten Entitäten auf den unterschiedlichsten Ebenen – bzw. die dort arbeitenden Menschen – als Ansprechpartner in Frage.

Vertrauen ist und bleibt die härteste Währung

Eine gute und nachhaltige Involvierung dieser Personen sollte Teil der Überlegung sein. Die Ansprechpartner lediglich mit einem Problem zu konfrontieren und keine Idee von einer möglichen Lösung zu haben, ist definitiv zu dünn. Das sind am Ende Eintagsfliegen. Ein anderer wichtiger Aspekt ist: Mein Unternehmen/ich möchte etwas und was kann ich oder bin ich bereit, meinem Gegenüber dafür zu geben? Das ist am Ende die hohe Kunst, die zu einem erfolgreichen Projekt führt. Die Vorarbeit ist das A&O. Wer sich erst im Gespräch Gedanken macht, wird es bei einer möglichen zweiten Chance ungleich schwerer haben. Hilfreich ist auch, wenn man seinem Kontakt kleine Arbeitsaufträge übermittelt. Damit verschafft man sich direkt oder zumindest mit der Arbeitsebene Folgekontakte. Das kann eine Gesprächsvermittlung zu einem Kollegen sein, die Bitte, einen Termin zu verbreiten oder aber die Initiierung eines Treffens in größerer Runde.

Ein nachhaltiges Stakeholder-Engagement schafft Vertrauen und ist – richtig gemacht – nach wie vor die Königsdisziplin. Die Vorbereitung solcher Lobbying-Gespräche wird Gegenstand des kommenden Beitrags unserer Serie „Was bringt Public Affairs-Arbeit Ihrem Unternehmen„.