Donald Trump – The Art Of The Deal

Foto by Christian P. Krohne</a)
Foto by Christian P. Krohne

Donald Trump wird in den Medien häufig als planloser, unkontrollierter und wahnsinniger Mensch dargestellt, der nicht genau weiß, was er tut. Tatsächlich geht er extrem strategisch vor. Seinen im GOP-Kandidatenrennen verwendeten Gameplan kann man in seinem 1987 erschienen Buch “The Art Of The Deal” nachlesen.

Eines der prägendsten Zitate aus dem Buch ist Folgendes:

„My style of deal-making is quite simple and straightforward […] I aim very high, and then I just keep pushing and pushing to get what I’m after. Sometimes I settle for less than I sought, but in most cases I still end up with what I want.“

Wer sich die jüngsten Umfragewerte anguckt, stellt fest, dass er – trotz oder wegen aller Kontroverse – sein hohes Ziel der Präsidentschaft mit aller Konsequenz verfolgt.  Im Kapitel „Elements of the deal“ lassen sich viele Prinzipien seines Wahlkampfes herauslesen und auf Leben und Geschäftsalltag ausweiten.

 

1) „Protect the Downside and the upside will take care of itself.“

Trump schreibt, er versucht bei jedem Deal herauszufinden, was das Schlimmste ist, was ihm passieren kann. Wenn man mit dem schlimmstmöglichen Ergebnis leben kann, der wird ohnehin mit allen Vorteilen, die ein Deal mit sich bringt, leben können.

2) „Maximize your options.“

Man sollte mehrere Eisen im Feuer haben, rät Trump. Dies gilt in vielen Bereichen des Lebens, vor allem aber im Bereich der Akquise. Denn es kann immer passieren, dass eine sicher geglaubte Vereinbarung in letzter Sekunde platzt. Wer sich viele Optionen schafft, kann kleine Niederlagen schnell und problemlos wegstecken.

 

3) „Know your market for yourself.“

Donald Trump beschreibt, dass er sich nicht nur auf die Arbeit von Beratern und Marktforschern beruft, sondern sich auch immer einen persönlichen Eindruck vom Markt verschafft. Auf diese Weise entwickelt man schnell ein eigenes Bauchgefühl  und kann im Zweifel Entwicklungen aufspüren und vorhersehen, die man am reinen Zahlenmaterial niemals hätte ablesen können.

 

4) „Create and use your leverage.“

Wer anderen seine politische Botschaft, sein Produkt oder Dienstleistungen verkaufen möchte, muss überzeugend sein. Man handelt hier zunächst aus einer Position heraus, bei der man die Oberhand besitzt – und muss sein Gegenüber nun davon überzeugen, dass man selbst etwas besitzt, auf dass es auf keinen Fall verzichten kann.Erst, wenn der Wert eines Produktes oder einer Dienstleistung erkennbar ist, wird der Verhandlungspartner bereit sein, zu investieren.

 

5) “Get the word out.”

Trump schreibt „I play to people’s fantasies,“ – im Falle seiner Präsidentschaftskandidatur inszeniert er sich als der starke und unabhängige Geschäftsmann, der die USA wieder zu alter Stärke führt und knallhart mit anderen Staaten verhandelt.

Dabei nutzt er jede Situation und jeden Verbreitungskanal, um seine Pläne und seine Personal Brand an den Mann zu bringen. Teilweise mit stark überzogener Wortwahl – alles mit dem Zweck, Aufmerksamkeit zu erzeugen. Denn damals wie heute gilt – das beste Produkt verkauft sich nicht, wenn es nicht richtig verpackt und richtig vermarktet wird. Eine Tatsache, die Trump über die Jahre hinweg zu einer PR-Maschine gemacht hat.

Christian P. Krohne ist Public Affairs-Berater und berichtet hier über aktuelle Entwicklungen rund um die Welt der PR, Lobbying und politischen Kommunikation.

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